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Google Maps Daten extrahieren: Lead Finder im Vergleich zu API und Skript
Warum eine Suche bei etwa 120 Ergebnissen endet, wie ein Rasterdurchlauf eine ganze Stadt abdeckt und wann die Places API oder ein eigenes Skript die bessere Wahl ist.
Wie lassen sich Daten aus Google Maps extrahieren?
Lead Finder ist ein Desktop-Programm, das öffentlich einsehbare Unternehmensdaten aus Google Maps in eine Tabelle überführt, und es ist einer von drei gangbaren Wegen. Extrahiert werden dabei genau die Felder, die auf der Karte sichtbar sind: Firmenname, Telefonnummer, Adresse, Koordinaten, Website, Kategorie, Bewertung und Anzahl der Rezensionen. Entscheidend ist eine Grenze, die alle Verfahren betrifft: Eine einzelne Google-Maps-Suche liefert rund 120 Ergebnisse, unabhängig davon, wie viele Betriebe tatsächlich existieren. Diese Grenze gilt pro Abfrage, nicht pro Stadt. Vollständige Abdeckung entsteht deshalb durch Rasterung, also durch Aufteilen des Gebiets in kleinere Zellen, separate Abfragen je Zelle und anschließendes Zusammenführen mit Deduplizierung über die Place ID.
Drei Wege, und wann welcher passt
Die offizielle Places API ist der regelkonformste Weg und liefert strukturierte Daten über eine definierte Schnittstelle. Sie eignet sich, wenn die Abfrage programmatisch aus einem eigenen System erfolgen soll. Die Abrechnung richtet sich nach Volumen, was bei vollständiger Flächenabdeckung ins Gewicht fällt.
Ein eigenes Skript mit Playwright oder Selenium bietet die größte Kontrolle und verursacht keine Lizenzkosten, dafür entstehen Entwicklungs- und Wartungsaufwand. Änderungen an der Darstellung brechen Skripte regelmäßig, was den laufenden Aufwand oft unterschätzt.
Ein Desktop-Programm mit fester Jahreslizenz deckt den Fall ab, dass regelmäßig ganze Städte erfasst werden sollen, ohne dass die Kosten mit der Zeilenzahl steigen. Der Preis dafür: Der Rechner muss während langer Durchläufe eingeschaltet bleiben, und es gibt keine Schnittstelle für andere Systeme.
Welche Felder tatsächlich exportiert werden
Ein Standardexport enthält Firmenname, Telefonnummer, vollständige Adresse, Breiten- und Längengrad, Website, Kategorie, Sternebewertung, Anzahl der Rezensionen und, sofern veröffentlicht, die Öffnungszeiten. All das sind Angaben, die die Unternehmen selbst öffentlich bereitstellen.
Eine E-Mail-Adresse ist nicht dabei, und das liegt nicht am Verfahren, sondern am Datenmodell: Das Unternehmensprofil bei Google Maps kennt kein E-Mail-Feld. Adressen lassen sich nur über die verlinkte Website ermitteln, weshalb Einträge ohne Website grundsätzlich keine E-Mail liefern.
Rechtlicher Rahmen in Deutschland
Die Unternehmensangaben auf Maps werden von den Betrieben selbst veröffentlicht und sind öffentlich zugänglich. Reguliert ist nicht das Erheben, sondern die anschließende Verwendung: Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten, und die Telefonnummer eines Unternehmens wird anders behandelt als die einer Privatperson.
Für Werbeansprache gelten zusätzlich die Regeln des UWG. Telefonische Kaltakquise gegenüber Unternehmen setzt eine mutmaßliche Einwilligung voraus, Werbe-E-Mails an Unternehmen unterliegen eigenen Anforderungen. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung; die Prüfung vor einer Kampagne bleibt notwendig.